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Mission Statement

Liebe Menschen da draußen,

wir haben lange genug geschwiegen. Es reicht. Wir müssen reden! Über Konsens und warum nur ein JA ein JA ist. Über Gerichtsverfahren und warum Fragen wie „Was hattest du an?“, „Wie viel hast du getrunken“, „Wolltest du es nicht auch?“, „Warum hast du nicht nein gesagt?“ Teil des Victim Blaiming sind. Die Schuld und die Verantwortung für Taten liegen bei Tätern und Täterinnen, nicht bei den Betroffenen.

Wir müssen über Vergewaltigungsmythen sprechen und davon, dass die meisten Taten nicht von Fremden sondern von vertrauten Menschen ausgeführt werden, oder von Menschen in hohen Machtpositionen. Gewalt ist häufig mit Macht, Privilegien und Machtmissbrauch verbunden. Wir müssen über sexualisierte Gewalt, Vergewaltigung, Nötigung und Missbrauch sprechen.

Wir müssen über Date Rape und Vergewaltigung in der Ehe sprechen. Wir müssen über Kindesmissbrauch, Kinderprostitution und rituelle Gewalt sprechen. Das sind keine Geschichten die irgendjemandem in der Zeitung passieren. Das sind echte Menschen mit echten Geschichten, unsere besten Freund*innen und Menschen aus dem engen Familienkreis. Unsere Geschichten. Wir müssen lernen zuzuhören ohne zu urteilen und anfangen Betroffenen, Survivors, Überlebenden, Opfern endlich zu glauben. Wir denken uns unsere Geschichten nicht aus, wir reden um zu überleben. Wir reden um aufzuklären, denn Prävention wirkt. Wir reden um Mut zu machen, denn gemeinsam sind wir stark.

Wir reden um Veränderung zu schaffen!

Wir wünschen uns eine Welt, in der eine Konsenskultur und keine „Vergewaltigungskultur“ herrscht. In der Medien nicht durch ihre Berichterstattung sexuelle Gewalttaten bagatellisieren, oder anstatt Opferschutz Täterschutz praktizieren. In der Betroffene von sexualisierter Gewalt, Frauen, Männer, non binary und trans Personen einen Anspruch auf Hilfe haben und Verfahren nicht einfach eingestellt werden, bevor sie überhaupt aufgenommen wurden.

Wir wollen eine Anerkennung dafür was es heißt, sexualisierte Gewalt erlebt und überlebt zu haben. Wir wollen, dass es keinen Mut mehr braucht die eigene(n) Geschichte(n) zu erzählen. Wir wollen gerechte Verfahren in denen Betroffene keine zweite Retraumatisierung von Polizei und Justiz durchleben müssen. Wir wollen, dass Menschen keine Angst mehr davor haben wie ihr Freundes- oder Familienkreis reagiert, sondern dass sie Unterstützung erfahren und volle Solidarität. Wir wollen, dass Menschen endlich aufhören Täter und Täterinnen in Schutz zu nehmen, nur weil sie sich nicht vorstellen können, dass dieser Mensch Gewalt ausgeübt hat, oder die Tat konsequent verleugnen und klein reden. Gewalt hat kein Gesicht. Vergewaltiger sind keine Monster und Opfer sind keine Zahlen.

Sie sind Menschen. Unsere Freunde, Freundinnen, Väter, Mütter, Onkel, Tanten, Brüder, Schwestern, Bekannte, Partner, Partnerinnen, Arbeitskollegen, Arbeitskolleginnen und auch eure. Wir alle haben eine Verantwortung um ein gesellschaftliches Umdenken beim Thema sexualisierte Gewalt zu ermöglichen. #onlyYESmeansYES

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